Agroforst-Pflanzaktion auf dem Hof Sonnenwald

Die dritte Agroforst-Pflanzaktion auf dem Hof Sonnenwald vom 3.11 bis zum 9.11.2020 war ein voller Erfolg. Durch die wunderbare Unterstützung von 14 Helfer*innen konnten wir auf einer Ackerfläche von 2ha das nächste Agroforstsystem auf dem Hof Sonnenwald im Südschwarzwald zum Leben erwecken. Mittlerweile wurde über das letzte Jahr 10 ha mit multifunktionalen und sukzessionalen Agroforstsystemen auf dem Hof angelegt, in denen Wert-, Energie-, Futter- und Obst- Nuss-bäume und Fruchtsträucher mit Blühstreifen sowohl mit Acker als auch mit Grünland kombiniert wurden. Die dahinterliegenden Ansätze und die Planung wurden den Teilnehmenden bei einem abendlichen Vortrag vom Landwirt und Agroforst-Pionier Paul Hofmann näher gebracht. Zentral ist dabei am Hof Mechanisierbarkeitund komplexe Systeme mit bis zu 15 verschiedenen Gehölzen und hohen Pflanzdichten von bis zu 1000 Gehölzen/ha zur Produktivitäts-, Biodiversitäts- und Bodenfruchtbarkeitsförderung zusammen zu denken.Das fast schon spätsommerliche Wetter Anfang November ermöglichte uns eine Coronagerechte Aktion. Auch wenn die neuen Hygienebedingungen gerade hinsichtlich Unterbringung und Verpflegung organisatorischen Mehraufwand und Distanz verlangten, haben viele Teilnehmende durch die freudvolle Arbeit draußen und am Boden eine tiefe Verbundenheit und Resonanz zum Ort entwickelt. Die Teilnehmenden waren sehr inspiriert und hatten am Ende das Gefühl viel gelernt zu haben.

Was war eine Herausforderung?

Wir haben gemerkt, dass gehaltene Räume für den Austausch über die Erfahrungen von großer Bedeutung sind. Sharing-Runden, wo alle Teilnehmende die Möglichkeit haben ihre Erfahrungen in der Gruppe und auf dem Acker zu teilen und zu reflektieren können ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Aktion sein. Außerdem haben sich bei uns Aktionenmit 3-6 Tagen länge mit einem einheitlichen Anreisedatum und einer Teilnehmendenanzahl von 12 – 15 Personen von der Gruppendynamik und vom Aufwand für die Betreuung und im Verhältnis zum Output als optimal erwiesen.

Was lief gut?

Aus vorherigen Durchläufen wissen wir, dass die Pflanzaktionen ein ziemlicher Stresstest seien können, doch im Vergleich hatten wir einen äußerst reibungslosen und entspannten Ablauf. Wir konnten die Verantwortung auf 3-4 Personen aufteilen, weil die konkreten ToDo‘s von vornherein gut koordiniert wurden. Im Vorfeld haben wir die Agroforststreifen mit unserem Tiefenlockerer besonders tief gelockert und dann ausnahmsweise auch tief gefräst, sodass anschließend das Ausheben der Löcher mit dem Spaten kaum Kraftaufwand erforderte. Mit dazu gehörten auch die klare Strukturierung der Aufgabenbereiche und die gute Materialversorgung und -beschaffung im Vorfeld. Viele Teilnehmende haben schnell Eigenverantwortung übernommen. Das hat uns gezeigt, dass wenn alle gut über Pflanzdesign, Ablauf und Aufgabenbereiche bescheid wissen und diese nicht zu komplex geplant sind, kann die Aktion zum Selbstläufer werden. Wir können nur empfehlen, ausreichend Zeit in die Planung zu investieren, das hat uns sehr geholfen. Das A und O ist die frühzeitige Entwicklung des Systemdesigns, die Vermessung der Reihen mit Bussole und Markierstäben, Vorbereitung von Schnüren fürs schnelle Vermessen der Löcher in der Reihe, die Bestellung des Pflanzmaterials, das wir dann in mit der Pflanzenart beschrifteten Eimern mit feuchtem Kompost und Sägemehl an die Helfenden
gaben und die Koordination von Verpflegung und Unterkunft der Helfer*innen. Nach der Pflanzung haben wir bei den Wertholz und Fruchtbäumen PlantaGard-Schutzhüllen und an die Kopfbäume Schafswollmützchen als Verbissschutz ausgebracht. Am letzten Tag haben wir dann noch 150qm Grobabsiebung vom örtlichen Kompostwerk als kostenlosen, angerotteten Hackschnitzelmulch mit der Querförderschnecke eines alten Futtermischwagens entlang der Reihen ausgebracht und dann mit Hilfe der Helfenden mit Mistgabeln um die Bäume herum verteilt.Die Aktion endete mit einer reichen Ernterunde und gerösteten Kastanien am Lagerfeuer. Ein Video der Aktion ist dank des uns begleitenden Kamerateams bald auf dem Youtube-Chanel von #WirStehnDrauf zu sehen:

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