Corona – eine Herausforderung für uns alle

Auch für uns war Corona eine große Herausforderung im vergangenen Jahr. Durch immer wieder neue Situationen und Beschränkungen sind auch wir in der Gemeinschaft gezwungen, immer wieder nachzujustieren.
Es ist ein Ringen, das viel Zeit, Austausch, Zuhören und Kompromissbereitschaft erfordert.

Wir haben sehr unterschiedliche Phasen durchlebt: von der Aufteilung der Gemeinschaft in zwei Gruppen (mit und ohne Außenkontakte), über die Aussetzung der Gemeinschaftsverpflegung, die Frage des Umgang mit Gemeinschaftsmitgliedern, die von Seminaren oder aus dem Urlaub zurückkehren (z.B. testen oder nicht?), bis hin zu Besucherregelungen, die uns stark einschränken. Geht das: nur ein Besuch für über 50 Menschen?
Auch der Schutz von besonders gefährdeten Menschen (Alter, Vorerkrankungen) in unserer Gemeinschaft war uns ein Anliegen und erfordert viel Verständnis und Rücksichtnahme.

Ich finde, wir können auch ein bisschen stolz auf uns sein, wie wir diese Herauforderungen bisher gemeistert haben.
Und trotzdem haben wir jenseits aller Bemühungen und allen Verzichts auf manches, was das Leben lebenswert macht, auch Glück gehabt, dass sich niemand aus der Gemeinschaft infiziert hat.

Neben der körperlichen und der psychischen Gesundheit und der schmerzlichen Einschränkung zwischenmenschlicher Kontakte, hat Corona noch eine dunkle Seite.
Nicht wenige Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz. Auch bei uns hat dies einige getroffen und es war nur teilweise möglich, ein bisschen davon durch interne Arbeitsmöglichkeiten aufzufangen.
Dazu kam, wie bei vielen anderen auch, dass etliche Seminare und viele Vermietungen in unserem Haus Sonnenwald storniert werden mussten. Dadurch fehlen uns mehr als 30000 € in unserer Jahresplanung.

Trotzdem sind wir froh und dankbar, dass wir viel mehr Kontaktmöglichkeiten innerhalb der Gemeinschaft haben als Menschen, die allein oder in einer Kleinfamilie leben.